Ein Gürtel erzählt
Autsch – musst Du mich immer in das letzte Loch pressen. Den ganzen Tag bekomme ich kaum Luft und meine Schnalle spannt. Hallo Du, ich bin es, Dein Gürtel. Jetzt hast Du mich erst seit einer Woche und quälst mich Tag für Tag, weil Du immer so fest zuziehst.
Du willst mich, Deinen Gürtel doch wohl länger behalten, hoffe ich? Oder wie bist Du drauf? Doch nicht so wie gestern, da hast Du das schöne Designer-Shirt, das Dir Deine Mam geschenkt hat, vor lauter Wut in die Ecke geschleudert, weiß` der Geier warum? Nee, so will ich als Gürtel nicht enden. Schließlich war ich ganz schön teuer und außerdem sind alle Deine Freunde neidisch auf so einen Gürtel wie mich. So einen Gürtel bekommst Du nie wieder. Bei meiner tollen Farbe und meiner trendigen Schließe kommt Deine Super-Jeansfigur so richtig geil zur Geltung. Yeeepp!
Ja, guck` nur weiter Deinen Gürtel im Spiegel an, aber drehe Dich nicht so oft im Kreis, mir wird ganz schlecht. Gürtel vertragen so was nicht! Zwei Kilos weniger bei Dir, dann wäre das letzte Loch kein Problem, so quetscht Du Dich hinein wie eine Leberwurst. Nein, nein, nein so war es nicht gemeint, Gürtelehrenwort, nicht so brutal abschnallen bitte! Hey Baby, so kannst Du nicht mit mir umgehen, ich bin schließlich Dein Gürtel. Hilfe! Warum hilft mir denn keiner? Aua, Volltreffer! Verdammt tut das weh, das hält der stärkste Gürtel nicht aus. Hey Kollege T-Shirt , wie geht es denn so? Darf ich vorstellen, „Gürtel“ mein Name. Meine Gürtelschnalle dröhnt und Du machst einen total verknitterten Eindruck. Siehst nicht wirklich gut aus Mann. Ob uns aus der Ecke nochmal einer rausholt?